Mehmet Scholl und ARD trennen sich

ARD und Mehmet Scholl beenden Zusammenarbeit, Foto: picture alliance
TV-Experte Mehmet Scholl: Vertragsauflösung mit der ARD nach neun Jahren

Vertragsauflösung mit TV-Experte nach neun Jahren

(10.8.2017) Neun Jahre lang war Mehmet Scholl bei Fußballübertragungen als TV-Experte im Ersten zu sehen. Nun haben sich beide Seiten auf eine Vertragsauflösung geeinigt, teilte heute der Sender mit. Der 46-jährige geriet zuletzt wegen seiner Weigerung, über Doping zu sprechen, in die Kritik. Wer sein Nachfolger bei der ARD wird, soll in den nächsten Wochen feststehen.

ARD bedankt sich für „großartige Zusammenarbeit“

Mehmet Scholl und die ARD beenden ihre Zusammenarbeit. Der Vertrag des 46-Jährigen als TV-Experte werde mit sofortiger Wirkung aufgelöst, teilte die ARD heute mit. Beim Confed Cup hatte es zuletzt Kritik an Scholl gegeben. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler hatte an zwei Sendungen nicht teilgenommen, um gegen einen Doping-Bericht im Vorfeld der Live-Übertragung zu protestieren. Konkret war es vor den Halbfinalspielen zwischen Deutschland und Mexiko sowie Chile und Portugal um einen Bericht über Doping in der russischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM vor drei Jahren gegangen.

"Wir bedanken uns bei Mehmet Scholl für die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat. Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

Nachfolger für Scholl soll in den nächsten Wochen feststehen

Wer Scholls Platz als TV-Experte einnimmt, steht noch nicht fest. Die ARD hat nach eigener Aussage noch keinen Nachfolger parat. "Mit dieser Thematik werden wir uns in den nächsten Wochen ganz in Ruhe beschäftigen und zu gegebener Zeit darüber informieren", sagte Balkausky.

Der ehemalige FC Bayern Spieler war insgesamt neun Jahre lang für das Erste Deutsche Fernsehen tätig, zuerst bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. Nach der WM 2010 in Südafrika wurde der 46-Jährige Nachfolger von Günter Netzer als TV-Experte.

(muenchen.de/dpa)

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