Kommunaler Außendienst: Erste Zwischenbilanz

Der Alte Botanische Garten in der Sonne im Frühling, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich
Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Streifen seit 10 Wochen unterwegs

(13.9.2018) Seit Juli sind die Streifen des neuen Kommunalen Außendiensts unterwegs. Jetzt gab es eine erste Zwischenbilanz, die zeigt: Der neue Dienst kommt sehr gut an - und hatte bereits einige bemerkenswerte Einsätze zu bewältigen.

Das hatte der Außendienst bereits zu tun

Der neue Kommunale Außendienst KAD, Foto: Landeshauptstadt München KVR
Foto: Landeshauptstadt München KVR

Das Einsatzgebiet des Kommunalen Außendiensts (KAD) war seit Juli hauptsächlich im Umfeld des Hauptbahnhofs, im Alten Botanischen Garten (Foto oben) und in der Landwehrstraße. Der Nußbaumpark gehört derzeit noch nicht zum Kern-Einsatzgebiet des KAD, die Streifenkräfte beziehen den Park aber bereits jetzt in ihre Rundgänge ein. In den ersten zehn Wochen hatten die Streifen bereits einiges zu tun: Insgesamt trafen sie im Einsatzgebiet rund 800 Maßnahmen, darunter 72 Platzverweise und 115 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen.

In der Zwischenbilanz wurden auch konkrete Einsatzfälle aufgezählt: Einmal brachte der KAD eine schwangere Frau ohne festen Wohnsitz und ihren Partner zur Obdachlosenhilfe. Ein anderes Mal trennte eine Streife zwei sich prügelnde Männer am Hauptbahnhof. Und mehrmals erteilten sie Bettlern rund um den Stachus einen Platzverweis - in Münchens Fußgängerzonen ist auch stilles Betteln untersagt.

Positive Resonanz von Anwohnern und Passanten

„Die Resonanz der Anwohner, Passanten und Geschäftsleute auf die KAD-Streifen ist nach den ersten Wochen durchweg positiv und bescheinigt eine Verbesserung der Situation“, sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. „Aktuell ist der KAD mit rund 40 Streifenkräften präsent, die jeden Tag der Woche in zwei Schichten im Bahnhofsviertel und Umgebung unterwegs sind. Kommende Woche verlängern wir die Einsatzzeit bis nach Mitternacht.“

Noch ist der Kommunale Außendienst in zwei sich überlappenden Schichten von 10 Uhr bis 21:30 Uhr im Einsatz. Ab der kommenden Woche wird die Einsatzzeit bis 0:30 Uhr ausgeweitet. 

Auch die Personalsituation entwickelt sich positiv: Insgesamt wurde bisher etwa 65 Bewerberinnen und Bewerbern eine Zusage erteilt, die Einstellungsverfahren und Schulungen laufen zum Teil noch. Schrittweise ist ein weiterer Ausbau auf täglich drei Schichten von 10 Uhr bis 6:30 Uhr und eine Ausweitung des ständigen Einsatzgebiets bis zum Sendlinger-Tor-Platz geplant.

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