Neue U-Bahn-Waggons für den Bahnwärter Thiel

Neue Waggons für den Bahnwärter Thiel, Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH
Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH

Ein Platz für junge Künstler

(10.10.2018) Kommt ein U-Bahn-Waggon über die Mauer geflogen… obwohl das im Schlachthofviertel ja schon fast nichts Neues mehr ist. Der Bahnwärter Thiel hat sich von der MVG gleich zwei ausrangierte Waggons zusätzlich organisiert – und auch schon eine Idee, was damit passieren soll.

Ausrangierte Waggons kommen von der MVG

Neue Waggons für den Bahnwärter Thiel, Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH
Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH

Ein wenig Ähnlichkeit mit einem Depot für alte U-Bahnen hat das Schlachthofgelände an der Tumblingerstraße mittlerweile ja schon – und damit keine Missverständnisse aufkommen: Genau das macht seinen ganz besonderen Charme aus.

Denn kürzlich wurde der ohnehin schon dort abgestellte U-Bahn-Waggon um zwei weitere Exemplare ergänzt, die natürlich von der Münchner Verkehrsgesellschaft sind. „Das sind Prototypen der B-Serie und schon etwas in die Jahre gekommen“, erzählt Nadine Meier vom Team der Bahnwärter Kulturstätten GmbH. „Deshalb wurden die Wagen ausgemustert und zuletzt alles ausgebaut, was noch als Ersatzteil für andere U-Bahnen gebraucht werden konnte.“

Aufwändiger Transport für mobile Räume

Neue Waggons für den Bahnwärter Thiel, Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH
Foto: Bahnwärter Kulturstätten GmbH

Und dann wurden sie weiter zum Gelände des Bahnwärter Thiel gebracht, was zwar laut Meier „ziemlich aufwändig und teuer ist“, aber: „Auf der anderen Seite eine gute Möglichkeit darstellt, um mobile Räume zu schaffen.“

Einer der Waggons soll als Kantine genutzt werden, gedacht ist er als „zentraler Treffpunkt aller Künstler und Kreativschaffenden des Geländes“, so Meier. „Aber auch Anwohner und Besucher Münchens können sich täglich dort auf einfaches und gesundes Essen freuen.“

Generell werden die beiden Waggons gebraucht, um das derzeit auf dem Areal wachsende Ateliergelände auszubauen und dabei möglichst viel Platz für junge Künstler zu schaffen. Wann die beiden Waggons „in Betrieb“ sein werden, ist derzeit noch nicht klar, laut Meier wird „noch einige Zeit vergehen“. Aber von außen könnt Ihr sie Euch ja beim nächsten Besuch im Bahnwärter Thiel schon mal anschauen.

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