München testet Maßnahmen gegen LKW-Unfälle

Kreisverwaltungsreferent Dr. Böhle mit einem der neuen Trixispiegel, Foto: Kreisverwaltungsreferat
Foto: Kreisverwaltungsreferat Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle mit einem der neuen Trixi-Spiegel

Trixi-Spiegel an Kreuzungen sollen Abbiegeunfälle verhindern

(8.11.2019) Wie lassen sich LKW-Abbiegeunfälle mit teils schlimmen Folgen verhindern? Eine Maßnahme können sogenannte Trixi-Spiegel sein, die seit heute in München getestet werden. Unabhängig von der nun gestarteten Testphase fordert Kreisverwaltungsreferent Dr. Böhle aber noch andere Schutzmaßnahmen.

Rund 100 Spiegel werden in ganz München angebracht

Ein konvexer Verkehrsspiegel - Trixi-Spiegel
Symbolbild

Immer wieder kommt es zu Unfällen, wenn abbiegende LKW-Fahrer Fußgänger oder Fahrradfahrer im toten Winkel übersehen. Seit heute wird in München getestet, ob sogenannte Trixi-Spiegel eine wirkungsvolle Maßnahme gegen solche Abbiegeunfälle sind. Diese konvexen Verkehrsspiegel erlauben einen besseren Blick auf den gefährlichen "toten Winkel" beim Abbiegen. Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle stellte heute die ersten beiden Spiegel an der Kreuzung Arnulfstraße/Paul-Heyse-Unterführung vor.

Und das soll erst der Anfang sein: In den kommenden Wochen bringt das Baureferat zahlreiche weitere Spiegel an - insgesamt 100 sollen es im ganzen Stadtgebiet werden. Dazu hat das Kreisverwaltungsreferat zusammen mit Polizei, Baureferat, Bezirksausschüssen und dem Unfallgutachter Dr. Wolfram Hell eine Liste von Standorten erarbeitet. Ein Jahr lang werden die Spiegel nun getestet - mit den erhobenen Daten soll dem Stadtrat 2021 eine Beschlussfassung zum weiteren Vorgehen vorgelegt werden.

An diesen Standorten werden die nächsten Spiegel montiert

  • Lassalle- / Triebstraße
  • Pappenheimer- / Marsstraße
  • Wrede- / Marsstraße
  • Ungerer- / Schenkendorfstraße
  • Seidl- / Arnulfstraße
  • Schleißheimer Straße / Frankfurter Ring
  • Landshuter Allee / Arnulfstraße
  • Würmtal- / Fürstenrieder Straße

Weitere Standorte folgen im Anschluss

KVR-Chef Böhle fordert Abbiegeassistenten

Unabhängig von den Trixi-Spiegeln hat Kreisverwaltungsreferent Böhle aber noch weitere Forderungen an die Politik: "Mindestens ebenso wichtig wie der Test von Verkehrsspiegeln ist die verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenten für Lkw. Außerdem fordern wir künftig auch von Auftragnehmern der Landeshauptstadt, dass ihre Lastwagen – wenn möglich – mit Abbiegeassistenten ausgestattet sind. Zusätzlich setzt sich die Stadt beim Bund mit Nachdruck für eine schnellstmögliche verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenten bei Lkw ein."

Mit großen Interesse verfolgt das KVR, wie andere Städte mit der Problematik umgehen. In Wien sei bereits ein Rechtsabbiegeverbot für LKW ohne Abbiegeassisetent geplant - was rechtlich in Deutschland allerdings schwierig sei.

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